Pause beendet – Training gestartet

Ungefähr vier Wochen «trainingsfrei» liegen hinter mir. Nach der tollen Performance am letzten Rennen in Lugano, fiel es mir wirklich schwer, nun eine Pause einzulegen. Doch genau diese war wichtig, um mich nach dieser langen Saison zu erholen und neue Energie zu tanken.

In der ersten Woche stand Freeriden und Wandern auf dem Programm. Schon lange wollte ich zusammen mit meiner Mutter eine mehrtätige Wanderung unternehmen. Gemacht haben wir schliesslich eine 3-tägige Wanderung durch die Glarner Alpen. Wir wanderten über Stock und Stein, von Hütte zu Hütte. Ein tolles Erlebnis mit atemberaubenden Panorama-Aussichten. Die Berge sind für mich ein purer Kraftort. Es hat etwas beruhigendes und gleichzeitig gewinne ich dort oben soviel Energie. Souvenir von diesem Trip waren wunderschöne Landschaftsbilder, tolle Bekanntschaften und einige Blasen an den Füssen.

Danach gings für mich auch schon ab nach Ecuador. Im Juli schloss ich meine 4-jährige Berufslehre ab. Da ich erst im November wieder beginne zu arbeiten, wollte ich «richtige Ferien» machen. Also ausnahmsweise mal ohne mein Bike und ohne Training. Also buchte ich eine Reise, eine Reise ins Abenteuer. Ich flog von Zürich nach Quito (Hauptstadt Ecuador) und startete dann von dort aus mein Galapagos-Abenteuer. Über eine Woche war ich mit acht anderen Reisenden zusammen unterwegs. Auf den drei Galapagos-Inseln: San Cristobal, Santa Cruz und Isla Isabella haben wir unglaublich viel erlebt und gesehen. Die Natur dort ist einfach unglaublich vielfältig. Beim Schnorcheln sah ich Haie, Schildkröten, Tintenfische, Seepferdchen und viele bunte Fische. Zurück auf der Insel sonnte ich mich mit den Seelöwen am Strand, pflückte beim Wandern auf dem (aktiven) Vulkan frische Guaven von den Bäumen oder genoss einen erfrischenden Caipirinha an der Strand-Bar. Leider war die Ferien dort viel zu schnell vorbei. Danach verbrachte ich noch weitere zwei Tage in Quito und noch drei Tage in Guayaquil, was dann aber mässig Spass machte. Es war mir etwas unangenehm raus auf die Strassen zu gehen. Helle Haut und lange blonde Haare sind für die Einheimischen nicht alltäglich. Die Leute starrten mich an, pfiffen oder riefen mir nach. Auch können die meisten keine oder nur sehr schlechtes Englisch. Sehr schwierig also mit jemandem zu sprechen, wenn man selber kein Spanisch kann. Da ich meist alleine unterwegs war, traute ich mich am Abend auch nicht mehr gross raus zu gehen. Ebenfalls buchte ich vor allem qualitativ sehr gute Hotelzimmer. Da lernt man jedoch niemanden kennen. Besser wäre ein Hostel, wo man das Zimmer mit anderen meist jungen Reisenden teilt. So hat man viel mehr Chancen Kontakte zu knüpfen und Menschen zu treffen. Nun ja, aus Fehlern lernt man. Mein Highlight, das Galapagos-Abenteuer, war jedoch echt toll und hat sich jedenfalls gelohnt. Als Geschenk zu meinem 20. Geburtstag durfte ich dann auch noch in der Business-Class von Guyaquil zurück nach Zürich fliegen. Ein weiteres Highlight und ein toller Abschluss meiner Reise.

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